… kommt so etwas heraus:
»Oberbürgermeister Stefan Gieltowski (SPD) ärgert das gewaltig. Er spricht lieber von einem „beeinträchtigten Sicherheitsempfinden“ der Bürger. Gieltowski lässt deshalb prüfen, ob Hilfspolizisten, die normalerweise Strafzettel verteilen, künftig verstärkt Streife gehen können. Außerdem schlug er vor, einzelne Plätze in der Innenstadt wie zum Beispiel am Bahnhof mit Videokameras zu überwachen.«
(HR: Nach Rüsselsheimer Blutbad: Videokameras gegen die Angst, Hervorhebung von mir)
Uns mehr Sicherheit zu verkaufen, versucht er also gar nicht, uns soll ein besseres Sicherheitsempfinden genügen. Mehr können Hilfspolizisten und Videokameras auch kaum erreichen, zumal der Anlass dieser Bemühungen eine Schießerei in einem Eiscafé in der Rüsselsheimer Innenstadt ist. Nehmen wir an, der Plan ginge auf, was hätten die Bürger davon? Na? Genau, sie würden sich bis zur nächsten Schießerei sicherer fühlen.
„Würschtlstandbetreiber Wurstkowski spricht von einem beeinträchtigten Sättigungsempfinden seiner Kundschaft und schlägt als Maßnahme vor, die Bratwürste in Zukunft auf kleineren Tellern zu servieren und die Preisliste durch fotorealistische Abbildungen der Speisen zu ergänzen.“
Vielleicht sollte man jede „politische Aussage“ erst mal in einen Bereich des täglichen Lebens transferieren um sie auf ihren Sinngehalt zu testen… 😉