Im Osten ist alles besser: das Wetter, die Autobahnen und die Urlaubsziele. Anzuhalten hätte sich vielerorts gelohnt. Ich beschränke mich auf eine Tankstelle irgendwo in der Gegend von Jüterbog. So komme ich gerade rechtzeitig in Finowfurt an, um noch einen der wohl knappen Parkplätze zu erhalten und mein Zelt bei Einbruch der Dämmerung beziehen zu können. Den Aufbau hätte ich notfalls auch in einer mondlosen Nacht geschafft, aber dunkel wird es hier in den nächsten Tagen nicht werden.
Hier, das ist im Luftfahrtmuseum Finowfurt am Rande der Schorfheide. Was heute Museum und öffentlicher Flugplatz ist, diente bis 1994 den sowjetischen Streitkräften als Militärflugplatz. Mehrere MiGs aus dieser Zeit stehen hier zusammen mit anderem Fluggerät im Camp herum. Sie sind jedoch nur Beiwerk.
Gekommen bin ich für Internet im Zelt und die Party drumherum. Internet geht wider Erwarten sogar auf Anhieb übers WLAN, das bei solchen Massenaufläufen bereits ohne Spielkinder schnell überfordert ist. Also schnell in die Mail geschaut (unser VPN ist doch sicher, oder?) und dann die anderen Grundbedürfnisse befriedigt. Die Lebensmittelversorgung bootet noch, aber für den Abend genügen die mitgebrachten Vorräte allemal. Strom ist schwerer zu bekommen. Frühaufsteher haben die wenigen Sockets im Schaltschrank belegt. Dann eben dezentral. Drei Zelte weiter sitzt eine Runde unter Lampem vor Laptops und hat offensichtlich Strom, an dem ich teilhaben darf. Dann noch das Ethernet-Kabel in Richtung Datenklo ausgeworfen und die Infrastruktur steht.
MorgenHeute geht es richtig los. Das Wetter soll vorerst erfreulich bleiben:
