»Vorschriftsmäßig hatte die junge Autofahrerin ihren Parkschein bezahlt. Dann der Schreck: Als sie in den Geldausgabeschacht des Automaten griff, um an ihr Wechselgeld zu kommen, steckte sie plötzlich fest. So sehr sie sich auch mühte, sie bekam ihren Zeigefinger nicht mehr aus dem Schlitz heraus. (…)«
Archiv für den Monat Mai 2008
Angsthasenboulevard
Nicht überall, wo Wissen drauf steht, steckt auch Erkenntnis drin
. Den Beweis liefert jetzt jüngst das Wissenschaftsmagazin der Süddeutschen Zeitung. „Risiko-Atlas Deutschland: Wo es sich gefährlich lebt“ stand auf dem Titel. Dahinter verbirgt sich aber nur eine Ansammlung von Infografiken und Deutschlandkarten, die Starkregen, Blitzschlag und Tornados ebenso abhandeln wie Körperverletzung, HIV, allgemeine Lebenserwartung, akute Atemwegserkrankungen und Depression. Angsthasenboulevard weiterlesen
In einem Wort
Relatives Risiko
Wenn man ein Auto fährt, das auf der Autobahn irgendwo jenseits der Richtgeschwindigkeit automatisch das Licht anschaltet, was möchte man da in der Betriebsanleitung nicht missen? Genau, Sicherheitshinweise. Sie sollten aber doch bitte beim Thema und den Fakten bleiben. VW zeigt, wie man es nicht macht: Relatives Risiko weiterlesen
Oliver, Du bist dran!
Oliver [für die Leser: das ist mein stiller Co-Blogger], jetzt musst Du mal was schreiben. Ich bin nämlich verhindert, und das für länger.
Das Buch zum Foto gibt es übrigens hier und für die erste Urlaubswoche ist es genau die richtige Lektüre. In der letzten würde ich es lieber nicht lesen, das untergräbt die Arbeitsmoral nach der Rückkehr.
Unterschätzte Risiken: Maßkrüge
Die Süddeutsche berichtet aus dem Hofbräuhaus:
»Mit einem Maßkrug hat ein 67 Jahre alter Rentner im Münchner Hofbräuhaus einen italienischen Touristen schwer am Kopf verletzt. (…) Er packte den Italiener an der Jacke und
schlug ihm einen Maßkrug auf den Kopf. Der Tourist wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. (…)«
Gut, dass ich nicht in Bayern Urlaub mache.
Unterschätzte Risiken: Heimwerker
»Mitten in der Nacht brach sie einfach weg, die Giebelwand eines Hauses in Fulda. Der einzige Bewohner blieb zwar unverletzt, aber der Vorfall kann wohl als „Totalschaden“ bezeichnet werden.
(…)
Der Hausbesitzer soll seit Monaten mit der Sanierung des Gebäudes beschäftigt gewesen sein.«
(HR: „Absolute Einsturzgefahr“: Hauswand bricht zusammen)
Hätte er über seine Arbeit gebloggt, wie es andere Selbstsanierer tun, hätte man ihm ja vielleicht in den Kommentaren einen Hinweis hinterlassen können. Andererseits, Haus und Leben gleichzeitig zu riskieren, hat schon was. No guts, no glory; in die Schlagzeilen hat er es jedenfalls geschafft.