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Dazu fallen mir nicht einmal Fragen ein:

»Die Betrachtung der Geschichten, die bei der Konfrontation mit der Atomenergie erzählt wurden, führte zur Herausarbeitung einer polaren Grundspannung zwischen zwei miteinander konkurrierenden Bildern. Das Atom versetzt in diffuse und undurchschaubare Verhältnisse. Da wird geklagt über gesellschaftliche Missstände und eigene Orientierungslosigkeiten. Gefangen in einem diffusen Nebel ist man einer ungeheuren, unheimlichen und zersetzenden Macht ausgesetzt, die man aber selbst geschaffen hat. Man erleidet Ohnmacht an unbestimmbaren Verhältnissen. Als alternative Umgangsweise bietet es sich an, es einmal darauf ankommen zu lassen und die `Bombe zu zünden` und sich der Verwandlungsmächte zu bedienen, die im Atom angelegt sind. Dann will man selbstbestimmt durcheinanderwirbeln und neu ordnen und traut sich zu, sich der ungeheuren Macht selbstbewusst zu bedienen.

Die weitere Analyse offenbarte dann die zugrundeliegende Struktur eines doppelten ambivalenten Verhältnisses. Die Atomenergie ist zum einen eine Bedrohung, zum anderen eine Verheißung: Verwandlung kann Fluch, aber auch Segen sein. Gerade diese Unbestimmtheit will man überwinden, aber man möchte sie auch am Leben erhalten, weil man nur in Abgrenzung von einem beweglichen und unscharfen Hintergrund eigene Formen und Fassungen als konturierte Gestalten erlebt. Im Spannungsfeld zwischen diesen Ambivalenzen muss das Seelische eine Lösung für folgendes Problem finden: Wie kann Seelisches das diffuse Unverfügbare und Unbestimmbare von Verwandlung so behandeln, dass es als verfügbare und bestimmbare Form erfahren und erlebt wird ? – Diese Frage wies auf das seelische Grundproblem des Fesselns und Entfesselns von Verwandlungsmächten hin. Dieses Grundparadox erfährt im konkreten Umgang mit dem Atom eine Lösung in einem Gebot der Gleichzeitigkeit unvereinbarer Gegensätze: Beide Spannungspole müssen sich verwirklichen. Seelisches muss sich eine sinnhafte Position geben zwischen einem Sich-Einlassen auf die unkontrollierbaren aber auch erregend-faszinierenden Erlebensqualitäten unbestimmbarer Verwandlungen und der Notendwigkeit, das Unbestimmte bestimmt zu machen und die Verwandlungsangebote in eine kontrollierte Fassung einzubinden. In diesem grundlegenden Spannungsfeld ließen sich 5 voneinander abgrenzbare Umgangstypen erkennen:

  • Seelisches will Verwandlungsmächte radikal fesseln.
  • Seelisches will Verwandlungsmächte entfesseln, um daran eigene Formen und Fassung und Fesselungskünste zu überprüfen.
  • Seelisches will sich nicht festlegen und distanziert sich, indem es schnell wechselt zwischen Fesselung und Entfesselung.
  • Seelisches träumt von verheißungsvollen Entfesselungen, hat aber Angst vor bedrohlichen Entwicklungen und fesselt deshalb Verwandlungsmächte in absichernden Fassungen.
  • Und schließlich: Seelisches sehnt sich nach radikalen Umbrüchen und möchte Verwandlungsmächte entfesseln, ohne genau zu wissen, wohin die Entwicklung geht.«

(Einleitung zur Diplomarbeit:
Psychologische Untersuchung zum Erleben von Atomenergie)

Oder doch, eine Frage hätte ich: was soll das und warum hat das niemand bemerkt? Es muss doch auffallen, wenn jemand mit seinem Wortschatz Gassi geht (oder wohl eher mit einem Thesaurus). OK, ich habe nach Atomwetter gegoogelt und es deshalb nicht besser verdient, aber trotzdem, irgend jemand muss das ja mit ernster Miene produziert und veröffentlicht haben.

.bank im neuen Gewand

Sie haben .bank wieder ausgegraben, nur heißt es jetzt anders und die Zielgruppe ist neu. Wir erinnern uns: die Idee von .bank bestand im wesentlichen darin, ein Internet-Gütesiegel (Wunsch, Realität) ins DNS zu projizieren und anhand der Top-Level-Domain (TLD) kenntlich zu machen. Das schlägt man nun wieder vor, nur diesmal für die Domain-Registrare selbst. Hochsicherheitsadresszone nennt sich das dann, und einige der Anforderungen sind auch gar nicht dumm. Nur nützt es wenig, diese Anforderungen auf einzelne TLDs und ihre Registrare anzuwenden. Gauner nehmen dann eben eine andere TLD, wo diese Anforderungen nicht gelten. Oder eine Methode, bei der Adressen keine Rolle spielen, zum Beispiel Malware. Oder ein Botnetz, dessen Knoten in einer dieser Hochsicherheitsadresszonen liegen, denn ob das Gegenüber nicht ein Hund ist, weiß man am Ende als Nutzer auch dort nicht; über die Sicherheit der einzelnen Domains oder Hosts macht die Hochsicherheits-TLD nämlich keine Aussage.

Was also soll das Ganze bringen? Dem Nutzer sicher nichts. Er kann der Adresse keine verwertbare Zusatzinformation entnehmen, und selbst wenn er es könnte, würde er diese Information in aller Regel ignorieren oder sie würde keine Rolle spielen. Den Registraren damit aber auch nichts, denn niemand hat einen Vorteil davon, seine Domain bei einem teureren, weil „sicheren” Registrar zu kaufen. Im Gegenteil, in einer Hochsicherheitsadresszone muss sich keiner vorsichtshalber die Domains für seine Firmen- und Markennamen sichern, denn der Registrar soll die Berechtigung bei der Domain-Vermietung ordentlich prüfen. Dieser Teil des Geschäfts fällt ersatzlos weg, wenn alle rational handeln. Für wen also gibt es da bitteschön einen Business Case – mal abgesehen von den Auditoren und Beratern, denen sich offensichtliche Gelegenheiten bieten?

Wenigstens sind sie aber ehrlich (Hervorhebung von mir):

»Due to the risks involved measures will be needed to limit liability to ICANN. If established, ensuring public awareness of the limitations of the program in terms of not providing guarantees about the presence of malicious activity within a TLD must also be addressed.«

 

Was du nicht sagst

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