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ClearSwift, das war wohl nix (oder Ihr seid Spielverderber)

Vor einer Woche hatte mich eine Werbemail der Firma ClearSwift zu diesem Ad-hoc-Test inspiriert. Versprochen war Data Loss bzw. Data Leak Protection und ich wollte wissen, ob der Anbieter schnell merkt, dass jemand über ihn bloggt. Erbeten war eine schnelle Reaktion hier im Blog oder auf anderem Wege. Einen festen Termin gab es nicht, aber eine Woche sollte wohl genügen. Reaktionen gab es keine. Das könnte verschiedene Gründe haben:

  1. Ich habe das Konzept der angebotenen Lösung nicht verstanden und der ganze Kram hilft gar nicht gegen Blogger, die unerlaubt über die Firma bloggen. Dann stellte sich allerdings die Frage, warum Blogs und Web 2.0 in der Werbung vorkommen.
  2. Vielleicht hilft die Lösung tatsächlich gegen unerlaubte Firmenblogger, aber nur unter bestimmten Randbedingungen. Sie könnte zum Beispiel erfordern, dass der Blogger aus dem Firmennetz bloggt oder dass Geheimnisse erst registriert werden müssen, damit die Sicherheitstechnik sie entdecken kann. In diesem Fall wäre der Nutzen zweifelhaft, wie diese kleine Demonstration zeigt.
  3. Oder wir haben es mit Spielverderbern zu tun: sie haben uns gesehen, aber absichtlich nicht reagiert. Das gäbe ein Sehr Gut für die Methodik der Krisen-PR – aber leider ein Ungenügend für Nachdenken, denn in diesem Fall wäre eine Reaktion richtig gewesen.

Zum Mitspielen hätte man übrigens überhaupt keine Sicherheitslösung gebraucht, weil es ja Google gibt und Google gern Benachrichtigungen zu beliebigen Anfragen verschickt. Jeder, der auch nur eine Spur von Eitelkeit zu seinem Wesen zählt, hat einen Google Alert auf seinen Namen bestellt. Tja.

Mal schnell getestet: Data L{oss|eak} Prevention von Clearswift

Aus meiner SpamInbox:

»Stellen Sie sich vor, Ihre Finanzabteilung versendet versehentlich vertrauliche Business-Pläne an einen externen Emailverteiler, ein verärgerter Mitarbeiter verrät im Online-Chat Firmengeheimnisse oder ein anderer verschickt im Namen Ihres Unternehmens unseriöse Emails an Ihre Kunden.«

Tja, was mache ich denn dann? Die Mail, aus der dieses Zitat stammt, empfiehlt mir, mich rechtzeitig über die Produkte und Dienstleistungen der schreibenden Firma zu informieren. Ich würde ja einfach die Finanzabteilung feuern, wenn sie sich das so redlich verdient; verärgerten Mitarbeitern rechtzeitig genügend Angst machen; und die unseriösen E-Mails selber verschicken, um sie später dementieren zu können und so zweimal billig Aufmerksamkeit zu bekommen. Statt dessen soll ich mich also über MIMEsweeper informieren und darüber, was man im Web 2.0 damit so alles verhindern kann.

Da ich solche Probleme nicht habe und meine Hauptbeschäftigung darin besteht, die Sicherheit von allem möglichen zu testen und zu bewerten, tue ich genau das: testen. Mal schnell getestet: Data L{oss|eak} Prevention von Clearswift weiterlesen