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Unterschätzte Risiken: Gender Mainstreaming

Kerzen im Badezimmer sind Mädchenkram. Waschbenzin dagegen gehört zu den Jungs in die Werkstatt. Wer die Geschlechtergrenzen verwischt, tut sich damit keinen Gefallen:

»Die 29-Jährige putzte am Mittwochabend ihre Badewanne mit Waschbenzin und hatte aus unerklärlichen Gründen am Wannenrand eine brennende Kerze aufgestellt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Als sie mit dem benzingetränkten Lappen in der Nähe der Flamme gewischt habe, sei es zu einer Verpuffung gekommen.«

(Spiegel Online: Frau verbrennt sich beim Putzen der Badewanne)

Unterschätzte Risiken: Süße Hundebabys

Falls sich jemand wundert, warum manche Vermieter etwas gegen Haustiere haben:

»Ein Schäferhund-Welpe hat nur spielen wollen, als es sich am Mittwochabend im Haus seines Herrchens in Mörfelden-Walldorf über ein Kabel hermachte. Kurze Zeit später stand das Haus in Flammen.
(…)
Das Haus wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass es unbewohnbar und einsturzgefährdet ist. Der Schaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.«

(HR: Kabel durchgebissen: Hundebaby verursacht Hausbrand)

Der Hund hat übrigens überlebt. Vorerst zumindest.

Unterschätzte Risiken: alte Weihnachtsbäume

An diesem Beispiel können wir mal Ursachenanalyse und die Bewertung von Schutzmaßnahmen üben. In Friedberg hat ein Brand ein Haus zerstört und drei Menschen getötet:

»In den Flammen starben nach Polizeiangaben zwei Frauen im Alter von 87 und 63 Jahren. Ein 63-jähriger Mann erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
(…)
Vermutlich führte ein brennender Weihnachtsbaum zu dem Unglück, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die alten Leute (…)  hätten (…) versucht, die Weihnachtskerzen noch einmal anzustecken. Dabei sei der völlig ausgetrocknete Baum regelrecht explodiert. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 300.000 Euro.«

(HR: Großeinsatz: Weihnachtsbaum explodiert – drei Tote)

Was waren die Ursachen und wie haben sie zusammengewirkt? Welche Maßnahmen hätten das Unglück verhindert und wie wirksam wären sie gewesen? Welche Maßnahmen könnten einander dabei sinnvoll ergänzen? Was wäre von einer Brandschutzmaßnahme zu halten, über die lediglich bekannt ist, dass sie nach einer Erhebung in der Notaufnahme eines Krankenhauses in soundsoviel Prozent der betrachteten Fälle Verletzungen lindert? Welche Schutzmaßnahmen würden Sie empfehlen und welche für verzichtbar halten? Warum?