Archiv für den Monat Oktober 2009

Irgendwas tun

Das lesen wir selten so deutlich:

»Kameras helfen gegen Leute, die unerkannt bleiben wollen, etwa Diebe. Amokläufe sind aber keine geheimen Taten, sondern bewusst öffentlich. Metalldetektoren nützen wenig, wie auch Wachmänner. An der Schule von Jeffrey Weise gab es Metalldetektoren und Wachmänner. Jeffrey erschoss einen von ihnen, auch der Metalldetektor hielt ihn nicht auf.«

(Spiegel Online: Schüler als Mörder: Was Amokläufer antreibt)

Sicherheitsmaßnahmen haben spezifische Wirkungen unter spezifischen Bedingungen. Sind die zugrundeliegenden Annahmen verletzt, werden die Maßnahmen wirkungslos. Manche Annahmen kann ein Täter verletzen, ohne sein Ziel zu ändern. Andere gelten für einen Teil der möglichen Taten, der Sicherheitsmechanismus wählt dann gewissermaßen aus, welche Täter noch zum Zuge kommen.

Unterschätzte Risiken: Handtascheninnenraumbeleuchtung

Unnützes Feature mit unerwünschter Nebenwirkung, das ist ein Klassiker:

»Licht in der Tasche – Stress an der Kasse: Die Innenbeleuchtung einer Handtasche des Kaffeerösters Tchibo gefährdet die Zahlungsfähigkeit der Besitzerinnen. Der eingebaute Magnet kann die Magnetstreifen von EC-Karten angreifen – und im Extremfall unbrauchbar machen.«

(Spiegel Online: Gefahr für EC-Karten: Verbraucherschützer warnen vor Tchibo-Handtasche)

Man in the Middle

Man in the Middle im Real Life:

»Im Zeitraum von Juli 2008 bis April 2009 hatte er bei der Deutschen Bahn AG Jahresfahrkarten für die 1. Klasse unter fingierten Namen für existierende Großunternehmen im Raum Rüsselsheim bestellt.
(…)
In mühevoller Kleinarbeit konnten die Ermittler feststellen, dass der Einundzwanzigjährige im Auftrag der Post – als Fahrer eines Taxiunternehmens – Postsendungen an Großkunden in Rüsselsheim auslieferte. Den Zugriff auf Postsendungen vor der Auslieferung machte er sich zunutze, indem er die unter fingierten Namen bestellten Fahrscheine abfing. Auch nachfolgende Mahnschreiben der Deutschen Bahn AG fing er auf gleiche Weise ab.«

(Echo Online: Rüsselsheim. Polizei überführt Fahrkartenbetrüger; Pressemeldung der Polizei dazu)

Bevor jetzt aber jemand verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gegen dieses offene Scheunentor fordert, der Angriff ist letztendlich gescheitert, denn man hat den Kerl geschnappt. Dem zu entgehen dürfte recht schwer sein, wenn man das krumme Geschäft nachhaltig betreibt. Man muss dazu erstens identifizierbar in der richtigen Position sitzen und zweitens die erschlichenen Fahrkarten zu Geld machen. Solange keiner einen Weg findet, dabei zuverlässig der Verfolgung zu entgehen, ist reaktive Sicherheit in Form der Polizeiarbeit und Strafverfolgung ausreichend.

Was du nicht sagst

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