Das Auge des Gesetzes wacht stets über uns, ganz besonders gründlich in der bayerischenfränkischen Heimat von Günther Beckstein. Und so sieht es aus:
Gesehen am 15. November 2006 in der Nürnberger Innenstadt nicht weit vom Hauptbahnhof.
Das Auge des Gesetzes wacht stets über uns, ganz besonders gründlich in der bayerischenfränkischen Heimat von Günther Beckstein. Und so sieht es aus:
Gesehen am 15. November 2006 in der Nürnberger Innenstadt nicht weit vom Hauptbahnhof.
Unter dem Motto Privatsphäre war gestern lädt der Chaos Computer Club zum vierten Mal zum Symposium Datenspuren nach Dresden ein. Wie Titel und Motto andeuten, geht es bei dieser Veranstaltung um Daten, die wir allerorten freiwillig oder immer öfter auch unfreiwillig hinterlassen: um Überwachung und Vorratsdatenspeicherung, um Datenpannen, um Biometrie und Verschlüsselung. Hinzu kommen verwandte Themen wie Informationsfreiheit und Wahlcomputer.
Mitschnitte der Vorträge aus den vergangenen Jahren gibt es hier.
Der Eintritt ist übrigens frei, und eine Reise nach Sachsen lohnt sich immer.
According to the Motion Picture Association of America (MPAA) this seemingly innocent 32-digit hexadecimal number is verboten. Slashdot reports they sent out DMCA takedown notices (sample at chillingeffects.org) to several sites that spread the number 09 F9 11 02 9D 74 E3 5B D8 41 56 C5 63 56 88 C0.
The DMCA, or Digital Millennium Copyright Act is a U.S. copyright law. A takedown notice is a letter or other message that a legitimate copyright holder can send to an internet service provider, requesting that specific infringing material be taken off the Net.
So why and how would an association of the motion picture, home video and television industries attempt to maintain and defend their copyright in a 32-digit hexadecimal number, 09 F9 11 02 9D 74 E3 5B D8 41 56 C5 63 56 88 C0?
Am 14. April demonstrierten Bürger in Frankfurt am Main unter dem Motto »Freiheit statt Angst« gegen ausufernde Überwachung und Vorratsdatenspeicherung. Einige von uns waren auch dabei. Wer die Reden während der Demonstration nicht hören konnte, kann sie sich jetzt auf Video anschauen.
Video 1:
Im Sommer 2006 haben wir Banken in Sachen Phishing-Schutz bewertet und dabei Minuspunkte für die Beteiligung an Giropay vergeben. Auf Veranstaltungen treffe ich nun hin und wieder auf die Giropay-Projektleiter der beteiligten Institute und Organisationen – Postbank, Sparkassen, Volks- und Raisseisenbanken – und darf erklären, warum wir das getan haben. Da das ohnehin vor Publikum geschieht, schreibe ich es hier noch mal für alle auf.
In unseren Phishing-Tests 2004 und 2006 haben wir unter anderem bewertet, ob die Sicherheitshinweise auch auf geeignete weiterführende Informationen verweisen. Die Klassiker unter den verlinkten Angeboten sind die Bürgerseiten des BSI, die Broschüre des Bankenverbandes zur Online-Banking-Sicherheit und vielleicht noch Heise Security oder A-I3.
Seltener vertreten, aber genauso nützlich sind:
Man muss ja nicht alles abschreiben. Umfassender (und nicht unbedingt bankenfreundlich) über alle gängigen Betrugsmaschen informiert die private Website Pfiffige Senioren.
Wir haben Security Theater, der Straßenverkehr hat Helme für Radfahrer. Beide sind eng verwandt und werden auf dieselbe Art verkauft: mit Appellen an Affekte und an das oft falsche subjektive Risikogefühl. Der Verstand bleibt dabei so gründlich auf der Strecke, dass man sich fragt, was die Träger mit ihrem Styroporschälchen noch schützen wollen. Dabei ist die Verkaufsmasche so leicht zu durchschauen.
Die Pressemitteilung liest sich dramatisch:
»Mediziner machen sich für eine Helmpflicht für Radfahrer in Deutschland stark. Mit einem solchen Schutz ließe sich die Zahl gefährlicher Hirnverletzungen im Straßenverkehr deutlich reduzieren (…)«
und weiter:
»In Deutschland erleiden pro Jahr mehr als 300 000 Menschen ein Schädel-Hirn-Trauma. 15 000 von ihnen müssen intensiv stationär behandelt werden. Die Sterblichkeit sei bei diesen Patienten mit 30 bis 40 Prozent nach wie vor sehr hoch (…)«
Beim Abschreiben werden daraus auch mal 15000 Tote, so in der Leipziger Volkszeitung und der Sächsischen Zeitung. Dagegen also soll eine Helmpflicht für Radfahrer helfen. Wir rechnen nach.
Worse Than Failure, formerly known as The Daily WTF, is running the Olympiad of Misguided Geeks contest:
»Readers are invited to be creative with devising a calculator with the craziest code they can write. One lucky and potentially insane winner will get either a brand new MacBook Pro or comparable Sony VAIO laptop.«
The goal is:
»… to solve an incredibly simple problem using the most obscenely convoluted way imaginable. And for this first contest, the simple problem is to build and implement the logic for a four-function calculator.«
Submissions are due May 14, 2007, 11:59 PM EST.
The year is 2007 A.D. The Net is entirely occupied by Second Life®. Well, not entirely… One small village of indomitable Netizens still holds out against the invaders. They meet in first life. Physically. In a hotel made of concrete, not pixels, in Darmstadt, Germany. To hold the German Second Life Community Convention 2007.
(While collecting the links above I wonder, by the way, if NASA is going to send an avatar to Second Moon™.)
Eine Werbeagentur, die das Netz nicht verstanden hat, verkauft einer Duftwasserfirma, die das Netz auch nicht verstanden hat, eine »Telenovela im Blogformat«. Kommentarspam, Schleichwerbung und Fake nennen das die betroffenen Blogger und lassen das Ganze durch gründliche Recherche auffliegen. Die Presse berichtet, Die Fakeblogs waren zu auffällig.
Da müsse man nur die Spuren etwas besser verwischen, denkt sich der erfolglose Werber jetzt sicher. Falsch. Fakeblogs kann man auch mit Google und dem TouchGraph-Browser erkennen. Das macht die Recherche der Details nicht überflüssig, kann aber einen Anfangsverdacht liefern.
Ein Teil der sogenannten Blogosphäre beschäftigt sich ausdauernd mit sich selbst. Ich gehöre nicht dazu, mache aber gern mit. Heute: warum ich den Tag lieber mit einer guten Zeitung beginne als mit fünfzehn blöden Blogs.
Second Life ist ein aktueller Medienhype. Alvar Freude hat einige Statistiken dazu zusammengetragen und daraus einen Vortrag gemacht, der, nach den Slides zu urteilen, vermutlich recht unterhaltsam war.
Interessant finde ich die Betrachtung, was Second Life nicht sei, nämlich unter anderem kein Computer- oder Rollenspiel. Das erinnert mich an eine Taxonomie der interaktiven Uterhaltung, die mir vor einigen Jahren in die Hände fiel. Sie unterteilt die Playthings in Toys und Challenges. Was wir uns unter Spielen im engeren Sinne vorstellen, sind nach dieser Taxonomie verschiedene Arten von Challenges.
Das Zweitleben als Spielzeug weiterlesen