(youtube)
Archiv der Kategorie: Risiko
Radfahren verlängert das Leben
Von wegen besonders gefährlich. Radfahren ist zwar nicht so billig wie angenommen, aber sehr gut für die Gesundheit:
»An drei Punkten beeinflusst regelmäßiges Radeln nach ihrer Kalkulation die Lebenserwartung:
- Einatmen verschmutzter Luft: -1 bis -40 Tage
- Unfälle: -5 bis -9 Tage
- Trainingseffekt für den Körper: plus 3 bis 14 Monate«
(Spiegel Online:
Kostenvergleich Rad gegen Auto: Das Velo ist Sieger der Herzen über die Studie Gesamtwirtschaftlicher Vergleich von Pkw- und Radverkehr)
Was wollte man an solchen Risiken noch optimieren?
Unterschätzte Risiken: Sex
Atomalarm?
Das wird aus dem Atomalarm, wenn Amerikaner darüber berichten:
„If this cooling process fails and some of the fuel in the reactor starts to melt, then that would write off the reactor as a commercial concern — and that is a huge consideration as they are very expensive. But even at this stage you wouldn’t get much in the way of airborne releases of radioactive material.“
But if the fuel has time to melt to the bottom of the reactor, then there is the possibility of it getting into water supplies, though this scenario is much further down the line, he said.
(CNN.com: After the quakes: Are Japan’s nuclear plants safe?)
Update 2011-03-12 12:10: BBC interviewt einen Experten, der auch angeschts der Explosion noch gelassen bleibt und von good news spricht.
Update 2011-03-12 12:40: Das hätte ein Politbüro nicht schöner formulieren können: „As reported, we have been informed that there was some kind of an explosive phenomenon at Fukushima No 1 nuclear power plant, although it has yet to be confirmed whether [the explosion] was that of a nuclear reactor itself. At present, after the talks among political party heads held a while ago, government officials including the prime minister and the minister of economy, trade, and industry, along with experts, are making all-out efforts to get hold of and analyse the situation, and to take measures.“ (Regierungssprecher Yukio Edano, zitiert im BBC-Ticker)
Update 2011-03-12 16:15: Wenn es ernst wird, liest sich das auf Angelsächsisch so: “The World Nuclear Association has a fact sheet on nuclear power plants and earthquakes, which assesses the likely impact of a tsunami and details past incidents. It’s worth bearing in mind that the nuclear industry will want to reassure the public of its safety record in the wake of the situation in Japan.” (Guardian)
Update 2011-03-12 17:05: Ein Festtag für deutsche Ökos: „Ich habe immer erwartet, dass ich noch einmal eine Kernschmelze in einem Atomkraftwerk erlebe. Aber trotzdem kommt es immer anders, als man denkt.“ (sueddeutsche.de) Die wünschen sich jetzt heimlich, dass alles möglichst schlimm ausgehe.
Update 2011-03-14 01:00: In Tokio gucken die Leute Kirschblüten,, statt vorm GAU zu zittern: „Die Leute haben gelacht über die Horrorszenarien im ausländischen Fernsehen.“ (RP Online) Mit Ausnahme der westlichen Ausländer. Die ergötzen sich lieber am vermeintlichen Weltuntergang, ob vor Ort oder weit weg zu Hause im bequemen Twittersessel.
Update 2011-03-14 11:40: „Der Apokalyptiker, der stets mit dem Schlimmsten rechnet, braucht hin und wieder den Beweis, dass er mit seiner Weltsicht richtig liegt, sonst ergeht es ihm am Ende wie den Zeugen Jehovas, die den Tag des Jüngsten Gerichts schon drei mal verschieben mussten, weil er sich bislang einfach nicht einstellen wollte.“ (Der Schwarze Kanal)
Update 2011-03-14 22:35: »Aber wenn man in Deutschland Nachrichten schaut, bekommt man den Eindruck, es gebe vor allem zerstörte Kernreaktoren, und die Katastrophe sei in erster Linie ein Super-GAU in japanischen Kernkraftwerken. Während die Japaner unter den Folgen blinder Naturgewalten leiden, tun wir Europäer so, als hätte eine Technologie versagt.« (Arte-Fakten)
Update 2011-03-16 21:30: Für CNN ist es immer noch »a potential nuclear disaster.«
Update 2011-03-17 01:10: So kommen sinkende Messwerte zustande: »Um 5 Uhr am Mittwochnachmittag (Ortszeit) habe die Strahlung 752 Mikrosievert pro Stunde betragen, um 5 Uhr am Donnerstagmorgen dagegen – nachdem die Messgeräte auf einer anderen Seite des Kraftwerks aufgestellt worden waren – nur noch 338 Mikrosievert, zitiert die Nachrichtenagentur einen Sprecher.« (sueddeutsche.de)
Update 2011-03-17 08:35: Während die Medien seit einer fast einer Woche das japanische Tschernobyl beschwören, sieht die Realität wohl nach wie vor anders aus: »Die Ausbreitung von radioaktiven Partikeln in Fukushima wird von internationalen Fachleuten wie von der japanischen Regierung offensichtlich immer noch als lokales Ereignis eingestuft. (…) Auch nach Ansicht eines führenden deutschen Strahlenschutzexperten Peter Jacob besteht vorerst keinen Grund, von einer Eskalation zu sprechen. (…) Ein Vergleich zu der Situation in Tschernobyl unmittelbar nach der Havarie sei, was die Strahlenbelastung der Bevölkerung angeht, zur Zeit überhaupt nicht zu ziehen. Auch wenn man nicht wissen könne, was noch passieren werde, deute vieles darauf hin, dass es so bleibe.« (FAZ.NET)
Update 2011-03-18 09:10: Nach einer Woche Katastrophenzelebration bleibt die Bilanz ernüchternd: »Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleibt die radioaktive Strahlung aus dem beschädigten Reaktoren räumlich begrenzt. „Zu diesem Zeitpunkt gibt es weiterhin keinen Hinweis darauf, dass sich die Strahlung über die Zone um die Reaktoren hinaus ausbreitet“, sagte der WHO-Vertreter in China, Michael O’Leary, am Freitag.« (FAZ.NET) Wir warten weiter auf den Tag, an dem die Atomkraft Millionen von Menschen tötet und Landstriche unbewohnbar macht.
Update 2011-03-18 16:20: Es gibt auch ein paar echte Probleme im Katastrophengebiet: »Patrick Fuller, Sprecher des Roten Kreuzes, hat der Agentur Reuters die Lage im Erdbebengebiet beschrieben. Das eigentliche Problem sei derzeit nicht die atomare Gefahr, sondern neben der Bergung der Toten vor allem die Versorgunng von 380.000 Personen, die ihr Heim verloren hätten.« (sueddeutsche.de)
Update 2011-03-19 00:30: David Harnasch kommentiert die Medien-Märchen.
Update 2011-03-19 11:20: Eine Französin wundert sich über die Deutschen: »Die Menschen verfolgen derart aufgewühlt die Richtung des Windes um Fukushima, als ob die beschädigten Reaktoren an der Grenze Deutschlands stünden. Und die Vollblut-Paniker unter den Deutschen – absurder geht’s nicht! – besuchen keine japanischen Restaurants mehr.« (Spiegel Online)
Update 2011-03-19 12:00: Nüchterne Sachinformationen zum Ereignis stellt die GRS bereit.
Update 2011-03-20 20:30: »Wie es dieser Tage zugeht in Deutschland, das konnte man vor ein paar Tagen in der U-Bahn in München erleben. Dort unterhielten sich zwei Männer besorgt über die Krebsgefahren, die ihnen aus dem havarierten Kernkraftwerk in Japan drohten. In Garching stiegen sie aus der U-Bahn aus. Und zündeten sich erst mal eine Zigarette an.« (FAZ.NET)
Update 2011-03-23 09:40:
Update 2011-03-23 12:55: »Deutsche in Japan fühlen sich verhöhnt« (Welt Online)
Update 2011-03-26 11:15: »The situation at the quake- and tsunami-stricken Fukushima Daiichi nuclear powerplant in Japan was brought under control days ago. It remains the case as this is written that there have been no measurable radiological health consequences among workers at the plant or anybody else, and all indications are that this will remain the case. And yet media outlets around the world continue with desperate, increasingly hysterical and unscrupulous attempts to frame the situation as a crisis.« (The Register)
Update 2011-03-27 11:54:
Totentanz im Führerbunker – mit der ARD durch die Atomkrise
Anti-Atombewegung: Nur fast wie früher
Update 2011-03-28 22:35: Technology Review schildert sachlich das Geschehen.
Update 2011-03-29 22:25: »Ich habe mir deshalb die veröffentlichten Messwerte genauer angesehen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die weltweite Aufregung wird durch diese Daten nicht begründet.« (Die tägliche Dosis (2))
Update 2011-03-30 14:10: Die GRS malt von XKCD ab. Ohne Quellenangabe.
Update 2011-04-04 09:20: »Die Diagnose der Hysterie ist so erkennbar unwahr und unfair, dass sie interessant wird. Niemand hat sich eine Arche gebaut, keine Hamsterkäufe fanden statt, Jodtabletten sind in Deutschland nicht ausverkauft, und auch von Auswanderungen und Fluchtbewegungen ist nichts bekannt. Die Deutschen haben im Gegenteil auf das Ereignis so rational reagiert, wie es in einer Demokratie überhaupt nur möglich ist: Sie haben ihre Stimme abgegeben.« (FAZ.NET)
Update 2011-04-06 19:15: »Schädlicher als die Strahlung selbst ist die Angst vor ihr.« (Robert Peter Gale, Spiegel Online)
Update 2011-04-07 22:45: „Neu ist, dass über einen GAU wie über einen Sportanlass berichtet wird. Newsticker jagen nach neuen Rekorden. Weil das Erdbeben und der Tsunami fataler waren als der nukleare GAU, musste der «Super-GAU» her. Das ist so, als würden sich Christen auf den Allerjüngsten statt auf den Jüngsten Tag freuen.” (Beda M. Stadler)
Update 2011-04-14 01:35: »Vielleicht hören wir heute nicht mehr Alarm, wenn sofort gehandelt werden muss, weil das inzwischen ohnehin nur die wenigsten Dinge löst. Wir hören Alarm, weil der Alarm alles andere, jeden komplizierten Zusammenhang, jedes moralische Problem, jede anstrengende Denkaufgabe, für einen Moment ausblendet, im Daueralarm für ewig.« (FAZ.NET)
Update 2011-04-16 23:25: Journalists Wall of Shame.
In einem Wort
Lässt sich die Zukunft berechnen?
Unterschätzte Risiken: Copyright
Matt Blaze hat die Nase voll von Open-Access-Verhinderern:
»So from now on, I’m adopting my own copyright policies. In a perfect world, I’d simply refuse to publish in IEEE or ACM venues, but that stance is complicated by my obligations to my student co-authors, who need a wide range of publishing options if they are to succeed in their budding careers. So instead, I will no longer serve as a program chair, program committee member, editorial board member, referee or reviewer for any conference or journal that does not make its papers freely available on the web or at least allow authors to do so themselves.«
(Matt Blaze: Shaking Down Science)
»Schönes Blog,
es wäre doch jammerschade, wenn ihm etwas passieren würde.« Oder wie soll ich diesen Kommentar verstehen?
Unterschätzte Risiken: Ahnungsloses Parolenrecycling
»Wahltag ist Zahltag,« plakatierten Parteien am äußersten rechten Rand des legalen politischen Spektrums jahrelang, um sich Unzufriedenen als Wahlalternative anzudienen. Das dürfte eigentlich niemandem entgangen sein, der einmal mit offenen Augen durch die Welt gelaufen ist. Oder durchs Internet.
Nach aktuellen Medienberichten plappern die Stuttgarter Bahnhofsprotestler diese Parole nun nach. Damit machen sie ihren seit je seltsamen Widerstand zum nationalen Widerstand und verabschieden sich, ob gewollt oder nicht, endgültig aus der Arena des konstruktiven Diskurses. Wir können das Thema abhaken, es gibt keinen ernstzunehmenden Protest mehr gegen Stuttgart 21.
Unterschätzte Risiken: Gerüchte
Snopes.com kennt Ihr sicher, das Standardwerk der Gerüchteforschung mit einem umfassenden Verzeichnis von Urban Legends und Folklore samt Wahrheitsbewertung und ggf. Richtigstellung. Für die EU hat die Europäische Kommission mit dem Aufbau eines ähnlichen Lexikons begonnen, das sich exklusiv mit EU-Folklore befasst:
»Es gibt in den nationalen Medien zwar viele klare und informative Berichte über die EU – aber leider auch eine große Zahl von Geschichten, die entweder auf Halbwahrheiten basieren oder sogar frei erfunden sind. Zweifellos sind diese Geschichten manchmal recht amüsant. Aber viele Menschen glauben das, was darin behauptet wird, und das Bild, das sie von der EU haben, ist das eines Haufens verrückter „Eurokraten“. Auf diesen Seiten wollen wir einige dieser Geschichten wiedergeben und die Fakten gerade rücken – leider können wir das nicht mit allen Falschmeldungen tun.«
(Europäische Kommission: Dichtung und Wahrheit)
Bürgerbeteiligung ist erwünscht, jeder kann eigene Beispiele einsenden.
Imagerisiko?
Einer plappert es dem anderen nach, bis alle ganz fest dran glauben: Fehler in der IT-Sicherheit fügen Unternehmen schwere Reputaitonsschäden zu, die sie an den Rand des Untergangs bringen. Das klingt zunächst plausibel – stimmt aber vielleicht überhaupt nicht. Oder ist schon mal eine Bank pleite gegangen, nachdem ihre Kundendaten an deutsche Steuerbehörden verkauft wurden?
Wir brauchen langsam mal ein neues Marketing und neue Beraterpasswörter.
Unterschätzte Risiken: ASF/UZP
Der Innenminister hatte recht, als er uns vor Terroristen warnte:
»Nach monatelangen Ermittlungen hat der Staatsschutz vermeintliche Freiheitskämpfer im Erzgebirge überführt. (…) Das für „Arzgebirgische Separatistische Freiheitsarmee/Unabhängiges Ziviles Paramilitär“ stehende Kürzel „ASF/UZP“ war im Raum Schwarzenberg in der zweiten Jahreshälfte 2010 vor allem auf die Wände von Abbruchhäusern und Verteilerkästen gesprüht worden. (…) Auf – inzwischen aus dem Internet verschwundenen – Videoclips waren die drei im paramilitärischen Stil aufgetreten und hatten nicht nur vor einem Schwibbogen als Erkennungssymbol posiert, sondern auch mit echt aussehenden Waffen hantiert.«
(LVZ Online: Staatsschutz überführt „Arzgebirgische Separatistische Freiheitsarmee“)
Mit 16 hätte ich so einen SpaßBlödsinn sicher mitgemacht. Schwibbogenterrorist, darauf muss man erst mal kommen.
Unterschätzte Risiken: Kaffee im Cockpit
Die neuen Terroristen sind – umgekippte Kaffeebecher:
»A United Airlines transatlantic flight from Chicago to Frankfurt was diverted to Toronto after the pilot dumped a cup of coffee on the plane’s communication’s equipment. This triggered a series of emergency codes, including one for a hijacking.«
Woran wir 2011 alle sterben werden
- Makroökonomische Ungleichgewichte
- Schattenwirtschaft
- Wasser, Nahrungsmittel und Energie
- Cyber-Sicherheit
- Demografische Herausforderungen
- Ressourcensicherheit
- Rückzug aus der Globalisierung
- Massenvernichtungswaffen
Zu kalt
Kindernet
Gut, dass das mal jemand sagt:
„Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder in Deutschland mit Sex und anderen jugendgefährdenden Inhalten ist im Internet konfrontiert werden, ist geringer als im Fernsehen oder bei DVD.“
(Welt Online:
Kinder im Netz: Die Internet-Risiken werden maßlos übertrieben)
Offen bleibt, warum alle immer zuerst an Sex denken, wenn von Jugendgefährdung die Rede ist.
New last.fm feature
Looks like last.fm can predict future listening:
Of course this is really just a time calculation bug, the music listed itself properly represents my recent past listening. What amazes me, though, is the smoothness of this bug from a user interface perspective. It does not look like a bug at all. It does not say: »-1 minute ago,« or anything obviously faulty. It rather appears as if the Web site calmly and confidently states a fact that it knows is true and accurate. Only that it isn’t.
I reckon that behind the scenes some generic library function does a good job of translating time stamps into natural-language relative descriptions such as those that we see above. This seems like a good thing in general, but we should use this opportunity to remind ourselves that bugs may not always look like bugs.
Risk taking
Unterschätzte Risiken: DIY
»Ausgerüstet mit Verpflegung, Ziegeln und Mörtel machte sich der 64-Jährige an die Arbeit, den Zugang zu seinem Keller zuzumauern. Ungeschickt nur, dass er dies nicht von außen, sondern von innen tat.«
(LVZ-Online: Thüringen: Rentner mauert sich selbst in Keller ein)
Unterschätzte Risiken: Mutter Natur
Schon etwas mehr als zehn Jahre alt, aber dennoch aufschlussreich: Naturkatastrophen in Deutschland. Schadenerfahrungen und Schadenpotentiale. Eine Veröffentlichung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Abstract:
»Deutschland wurde und wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen betroffen, die hier hauptsächlich als Stürme und Sturmfluten, Überschwemmungen und Hagelschläge auftreten und wegen der enormen Wertekonzentrationen in großen Teilen des Landes Schäden in Milliardenhöhe auslösen können. Neben den atmosphärisch bedingten Naturereignissen treten die reinen Erdgefahren wie Erdbeben (und Gebirgsschlag), Erdrutsch und Vulkanausbruch in den Hintergrund; sie machen im Zeitraum 1970–1998 lediglich 7 % der beobachteten Ereignisse sowie 1 % der volkswirtschaftlichen und der versicherten Schäden aus.
Bei der Beurteilung der Schadenpotentiale aus großen Naturereignissen spielt die Gefahr Erdbeben jedoch eine wesentliche Rolle und übertrifft mit Werten zwischen 25 und 200 Mrd. DM sogar alle übrigen Schadenpotentiale, zumindest wenn man die sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit für ein derart extremes, aber eben doch nicht auszuschließendes Ereignis außer acht läßt. Für die viel wahrscheinlicheren Stürme sind etwa 10 Mrd. DM, für große Hagelstürme etwa 5 Mrd. DM, für eine extreme Sturmflut bis zu 60 Mrd. DM und für ein sehr großes Überschwemmungsereignis im Einzugsbereich des Rheins bis zu 20 Mrd. DM als Schadenpotentiale anzusetzen. Eine genauere Analyse dieser Katastrophenszenarien, insbesondere im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten, erscheint unerläßlich.
Der umfangreiche Ereigniskatalog der Veröffentlichung enthält zunächst eine Aufstellung aller bedeutenden Naturkatastrophen in Deutschland, soweit sie aus der Naturwissenschaft und der Geschichtsschreibung bekannt wurden. Daran schließt sich eine umfassende Liste aller wesentlichen – insgesamt 459 – Elementarschadenereignisse in Gesamtdeutschland im Zeitraum 1970–1998 an, die, soweit möglich, Schadenangaben enthält und die Grundlage für eine aussagekräftige Statistik bildet, in der die Anteile der verschiedenen in Deutschland vorkommenden Naturgefahren an der Gesamtzahl der Schadenereignisse sowie an den volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden dargestellt sind.«
Spezialexperten (2)
»Scharen von Mikrofonträgern, die im Wendland unterwegs sind und stündlich ihre Frontberichte vom Castor-Transport abliefern, präsentieren einen Atom-Experten im Ostfriesen-Nerz nach dem anderen – aber immer von derselben Feldpostnummer: der der Gegner. Die haben Strahlenmessgeräte und Powerpoint-Präsentationen zur Hand und raunen von hundertfach erhöhten Messwerten, die ihnen jeder wirkliche Experte um die Ohren hauen würde.
Nie kommt einer der Geologen und Physiker zu Wort, die seit dreißig Jahren für Bundes- und Landesregierungen Gutachten über Gorleben erstellen; nie ein Bundesbeamter, der die einzelnen Erkundungsschritte beantragt hat, nie ein Landesbeamter, der die Anträge und Gutachten geprüft und Genehmigungen ausgestellt hat.«
(FAZ.NET: „Atom-Experten“: Protest und Prozeduren)
Will better risk management make this world a better place?
»A world in which cancer is normalized as a manageable chronic condition would be a wonderful thing, but a risk-factor world in which we all think of ourselves as precancerous would not. It might decrease the incidence of some forms of malignancy while hugely increasing the numbers of healthy people under medical treatment. It would be a strange victory in which the price to be paid for checking the spread of cancer through the body is its uncontrolled spread through the culture.«
(Stephen Shapin, via)
Unterschätzte Risiken: Händibillett
»Die Entschuldigungsformel „Akku leer“ gilt leider nicht und wird wie Schwarzfahren geahndet.«
So wird das nichts.

