Sicherheitszeug als Statussymbol

FAZ.NET schreibt über eingezäunte Wohnsiedlungen in Warschau und zitiert dabei diese nüchterne Analyse:

»Immobilienfachmann Mendel hingegen glaubt, bei Zaun und Kamera handele es sich um klassische Statussymbole: Seht her, ich kann’s mir leisten.«

Das sollten wir mal als DiplomarbeitsthemaBachelor-/Master-Dings ausschreiben: Analyse von Sicherheitsprodukten auf ihre Tauglichkeit als Statussymbol.

Weihnachten überleben

Weihnachten zu überleben ist nicht so einfach, denn zu Hause lauern viele Gefahren. Noch ein wenig gefährlicher als andere lebt, wer sein Haus mit Jongleuren teilt, denen das Diabolo ausgerechnet auf der Treppe herunterfällt.

Unfallgefahr: Diabolo liegt auf der Treppe herum, Frau mit Wäschekorb kommt die Treppe herunter und sieht es nicht
(Foto: DSH)

Unser Tipp: bremsen Sie rechtzeitig den Bewegungsdrang Ihrer Mitbewohner. Geeignete Mittel hält jede gut sortierte Hausapotheke bereit. Weihnachten überleben weiterlesen

Sicherheitsmetriken

Waldarbeitern passiert offensichtlich oft genug etwas, dass man Sicherheitsmetriken auf die Unfallstatistik stützen kann:

»Über die Platzierung beim Wettbewerb in Sachen Unfallsicherheit entschieden zudem die Zahl der Unfälle pro geernteten Festmeter Holz und die meldepflichtigen Unfälle pro Arbeitsstunde.«

(Echo Online: Im Darmstädter Forst hat Leichtsinn keinen Platz)

Und noch etwas haben sie uns voraus, sie wissen, was sie zählen müssen. Echte Unfälle nämlich, und keine Hilfe-der-Rüsselkäfer-greift-uns-an-Alerts aus halbgaren Sicherheitstheaterwerkzeugen.

600:500.000

Wieviel Angst müssen wir eigentlich vor Straßenraub haben? Hier sind die Zahlen für Leipzig (500.000 Einwohner) in den letzten Jahren:

»Ermittler gehen davon aus, dass die Zahl der Raubstraftaten in diesem Jahr erneut angestiegen ist, sich bei etwa 600 einpegeln dürfte. Im vorigen Jahr hatte die Kripo 547 Fälle registriert, 2007 waren es 590.«

(LVZ: Prügel für ein paar Euro: Etwa 600 Raubstraftaten in diesem Jahr)

Das sind ungefähr 1,2 Fälle auf 1000 Einwohnerjahre.

Sven vs. McAfee — 1:0

Wozu schleppe ich eigentlich seit Jahren zwangsweise ein Dreckstool von Virenscanner auf meinem PC mit mir herum, wenn er im − äußerst seltenen − Ernstfall nichts tut? Zugegeben, ich brauche keine Softwareunterstützung, um mich über eine unaufgefordert heruntergeladene PDF-Datei und die Fehlermeldung bei deren Interpretation zu wundern. Nur ist es dann, wenn ich etwas bemerke, für die Abwehr schon zu spät. Falls die PDF-Datei bösartig ist, wird sie nämlich versuchen, Fehler im PDF-Betrachter auszunutzen.

Na ja, immerhin liefert der Vorfall einen Datenpunkt für die empirische Forschung. McAfee hat mir auf diesem Rechner noch nie irgend etwas gemeldet und liegt damit klar im Rückstand.

P.S.: Heise meldet zwei Tage später das hier.

Threat Modeling in Action

After the videos on threat modeling an example seems in order. Securology provides us with a good one in Selecting a Pistol Safe as (part of) the basis of a procurement decision. This is his set of requirements:

So, I needed a way to „securely“ (that’s always a nebulous word) store a firearm– namely a pistol– such that it could meet the following criteria:

  1. Keep children’s and other family members‘ hands off of the firearm
  2. Stored in, on, or near a nightstand
  3. Easily opened by authorized people under stress
  4. Easily opened by authorized people in the dark
  5. Not susceptible to power failures
  6. Not susceptible to being „dropped open“
  7. Not susceptible to being pried open
  8. Not opened by „something you have“ (authentication with a key) because the spouse is horrible at leaving keys everywhere.
  9. For sale at a reasonable cost
  10. An adversary should not know (hear) when the safe was opened by an authorized person

But I didn’t care a lot about the ability to keep a dedicated thief from stealing the entire safe with or without the firearm inside.

Read on at Securology to see how various products fail to fulfill this set of requirements. This example is illustrative in that it addresses several distinct threat aspects and tradeoffs. The pistol is not simply an asset needing protection, it is also by itself a security mechanism against certain threats. The resulting optimization problem is pretty interesting: keeping (some) unauthorized people from accessing the pistol while maintaining availability to the authorized in a practical sense.