Zu kalt
Von Google lernen
Sicher ist sicher
»Unter schwebenden Lasten von 43 Tonnen sei der Helm nun mal Pflicht, auch für den Baubürgermeister.«
(Sächsische Zeitung:
Der Marx-Rauswerfer sperrte sich jetzt selbst aus)
Wenn einem 43 Tonnen Stahl auf den Kopf fallen, möchte man bestimmt einen Helm tragen.
Merry Something
Meine teuerste Karte
X3 bringt auf den Punkt, was am neuen Personalausweis blöd ist:
So etwas kommt heraus, wenn man Sicherheit als Funktion und Teilsystem missversteht und diese Funktion unabhängig vom Anwendungskontext realisiert. Wer’s besser machen möchte, muss von den Anwendungen und ihrem Sicherheitsbedarf ausgehen. Dabei können am Ende auch generische Mechanismen herauskommen. Dann aber solche, die ihr Geld wert sind und zu den jeweiligen Problemen passen. Bis das alle begriffen haben, wird meine wichtigste Karte weiterhin eine lange Nummer und das Logo einer Kreditkartenorganisation tragen. Damit kann ich online wie offline was anfangen, und Kosten wie Risiken bleiben bescheiden.
In einem Wort
Statistics quote
This might be true not only for psychology:
“Data without theory have a low life expectancy, like a baby without a parent. We need to develop more theoretical courage.”
Gerd Gigerenzer, quoted in: Null Science: Psychology’s statistical status quo draws fire
Mehr Sicherheitsgefühl durch Terrorwarnungen
Der Bundesinnenminister hat seinen Schopenhauer gelesen und verstanden:
»De Maizière betonte, nach seinem öffentlichen Gefahrenhinweis hätten Umfragen gezeigt, dass sich viele Bürger sicherer gefühlt haben als vorher.«
(Spiegel Online: Innenminister de Maizière: „Schöner Sieg über psychologische Kriegführung der Terroristen“)
Wenn uns jetzt noch Rösler vor einer Epidemie, Ramsauer vor Verkehrsunfällen und Aigner vor dem Internet warnt, gehen wir völlig unbesorgt aus dem Haus.
Once upon a time,
… when computer worms were so rare they made it into the news even though they did not do much harm to anybody:
(link)
In einem Wort
Kindernet
Gut, dass das mal jemand sagt:
„Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder in Deutschland mit Sex und anderen jugendgefährdenden Inhalten ist im Internet konfrontiert werden, ist geringer als im Fernsehen oder bei DVD.“
(Welt Online:
Kinder im Netz: Die Internet-Risiken werden maßlos übertrieben)
Offen bleibt, warum alle immer zuerst an Sex denken, wenn von Jugendgefährdung die Rede ist.
Kerberos protects your password
(link)
Bug Reports, benutzerfreundlich
So melden Benutzer einen Bug, wenn man Google das Interface gestalten lässt:
Im Screenshot kann der User persönliche Informationen schwärzen und für den Report relevante Teile hervorheben:
In Gmail scheint es diese Funktion schon seit einigen Monaten zu geben, ich bin jetzt im Preview der neuen Version von Groups darüber gestolpert.
Typisch
In einem Wort
Alte Meme
Schützt unsere Jugend erst mal vor ihren Lehrern
Waren das vielleicht gar keine Nerds, die uns die abstrakte Schneeballschlacht bescherten, sondern Pennäler, die ihre übervorsichtigen Lehrer öffentlich auslachen? Dieser Zettel hing ungefähr hundertfach in der Schule, die ich am Abend zwecks Teilnahme an einem VHS-Kurs besuchte:
Was geht in so einem Lehrerkopf vor, während die Hände das aufhängen? Oder vorher schon, wenn der erste Gedanke bei Schneefall der ans Aufhängen einer Angstklausel ist? Vermutlich denkt er vor allem an sich selbst: bloß nicht schuld sein, wenn etwas passiert. Wen kümmert schon der Realitätsbezug, wenn es darum geht, sich durch die Schaffung einer günstigen Aktenlage abzusichern.
Man beachte auch, obwohl hier völlig off-topic, wie die rituelle Genderei aus unseren Kindern zunächst Schülerinnen und Schüler, inzwischen jedoch »SuS« gemacht hat. Ihr habt doch alle einen Klaps. Und wir sollen für den Jugendschutz zwischen sechs und zehn kein Internet mehr senden?
Modellgestützte Winterfreuden
Während anderswo Schneballschlachten regelmäßig zu Straßenkämpfen eskalieren, behandelt man das Thema im Nerdparadies Darmstadt mit großer Selbstverständlichkeit abstrakt:
(Gefunden in meiner Lieblingsworschtbude.)
In einem Wort
Bravo!
Mein innerer Rhetoriker zieht den Hut vor dieser Chuzpe. Ihre Ablehnung von Nummernschildern für Polizisten begründet die GdP mit – unzuverlässigen Polizisten, die Daten an Kriminelle und Hooligans leaken könnten:
„Wir haben in Berlin 20.000 Polizeibeschäftigte, die alle den Zugriff auf die Nummern haben“, sagt Eisenreich. „Das können Sie gar nicht kontrollieren.“
(sueddeutsche.de: Namensschilder für Berliner Polizei – Die Namen des Gesetzes)
Ich bin begeistert.
New last.fm feature
Looks like last.fm can predict future listening:
Of course this is really just a time calculation bug, the music listed itself properly represents my recent past listening. What amazes me, though, is the smoothness of this bug from a user interface perspective. It does not look like a bug at all. It does not say: »-1 minute ago,« or anything obviously faulty. It rather appears as if the Web site calmly and confidently states a fact that it knows is true and accurate. Only that it isn’t.
I reckon that behind the scenes some generic library function does a good job of translating time stamps into natural-language relative descriptions such as those that we see above. This seems like a good thing in general, but we should use this opportunity to remind ourselves that bugs may not always look like bugs.







