Alle Beiträge von Sven Türpe

Kunst

So richtig etwas anfangen kann ich damit noch nicht, aber wer’s [mir erklären] mag:

»Hacking the City ist ein experimentelles Ausstellungsprojekt des Museum Folkwang, dessen künstlerische Aktionen und Präsentationen im öffentlichen Raum der Stadt Essen und im Internet stattfinden.«

Als Update noch einmal Kunst:

»Trust is a major factor in all human relations and it is the basis of communication. We trust the validity of rules, codes and conventions, and we have confidence in others. The same goes for media and technical systems as we entrust them with our wishes and longings. One may hold a nagging doubt and suspicion about them, yet we feel an urge to keep faith with the apparatuses and their simulacra when we consign them to tell us a good story, to convey the truth, and to make
our lives better, healthy, and wholesome.

The group exhibition TRUST explores the aesthetics of this confidence by questio
ning its status, attempting to challenge the audience’s convictions and by encouraging a reflected dialogue with machines and media. 
The works in the show point to the desires as well as the ethical and emotional dilemmas that arise from this attitude of trust.«

Praktische IT-Sicherheit 2010

Das Rheinlandtreffen „Praktische IT-Sicherheit“ findet in diesem Jahr früher als gewohnt am 31.8. und 1.9. in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg statt. Ich bin mit einem Vortrag zum produktionssicheren Testen dabei, dessen Inhalt im Wesentlichen unserem Artikel in der <kes> 2010#2 folgt. Sicherheitstests sind ein Schwerpunkt der Veranstaltung, aber nicht das einzige Thema. Das komplette Programm gibt’s auf der Website bei unseren Kollegen vom Fraunhofer INT, wo man sich auch anmelden kann.

ROTFL

Als wären die Online-Postmodelle von De-Mail bis E-Postbrief nicht schon absurd genug, melden sich auch noch die Formalisten zu Wort:

»Hessische Lottospieler können ihre Tipps künftig auch über das Internet abgeben – möglich macht das der neue E-Postbrief. Suchtexperten schlagen Alarm, der Fachbeirat Glücksspielsucht klagt gegen das hessische Innenministerium.«

(HR: Fachbeirat gegen Lotto per E-Brief: „Das ist krass rechtswidrig“)

Ganz bestimmt macht Lotto per E-Postbrief süchtig.

Prüfsiegel-PR

Ein Meisterstück der PR. Der TÜV Rheinland erklärt uns semantische Haarspaltereien, bietet sich als Wegweiser durch die unübersichtliche Welt der Schwimmhilfen an und lässt jede Verantwortung doch bei den Eltern. Das alles in einer einzigen Pressemitteilung mit dem Titel Schwimmlernhilfen sind kein Spielzeug, deren Zusammenfassung lautet:

»Kein Schutz vor dem Ertrinken / Kinder immer beaufsichtigen / Auf Kennzeichnung mit richtiger Norm EN 13138-1 achten / GS-Zeichen gibt mehr Sicherheit«

Darin klärt uns der TÜV über den Unterschied zwischen Schwimmhilfen und Schwimmlernhilfen auf, die nach unterschiedlichen Normen bewertet werden, die Schwimmhilfen nach EN 71 und die Schwimmlernhilfen nach EN 13138-1. Was das genau bedeutet, soll uns nicht interessieren und wird auch nicht aufgeführt; wichtig ist, dass wir aufs TÜV-Siegel achten. Wenn Eltern alles richtig gemacht haben, ändert sich im Freibadalltag für sie – gar nichts, denn Verantwortung möchte der TÜV lieber nicht übernehmen:

»Trotz Schwimmlernhilfe gilt jedoch: Kinder nie ohne Aufsicht ins Wasser lassen. Am besten halten sich die Erwachsenen nicht weiter als eine Armlänge entfernt auf, um im Notfall sofort eingreifen zu können.«

Unter diesen Umständen könnte man dem Kind statt einer Schwimm(lern)hilfe auch ein Wasserspielzeug in die Hand geben, dessen ausgezeichneten Spielwert der TÜV zertifiziert hat.