Während anderswo Schneballschlachten regelmäßig zu Straßenkämpfen eskalieren, behandelt man das Thema im Nerdparadies Darmstadt mit großer Selbstverständlichkeit abstrakt:
(Gefunden in meiner Lieblingsworschtbude.)
Während anderswo Schneballschlachten regelmäßig zu Straßenkämpfen eskalieren, behandelt man das Thema im Nerdparadies Darmstadt mit großer Selbstverständlichkeit abstrakt:
(Gefunden in meiner Lieblingsworschtbude.)
Mein innerer Rhetoriker zieht den Hut vor dieser Chuzpe. Ihre Ablehnung von Nummernschildern für Polizisten begründet die GdP mit – unzuverlässigen Polizisten, die Daten an Kriminelle und Hooligans leaken könnten:
„Wir haben in Berlin 20.000 Polizeibeschäftigte, die alle den Zugriff auf die Nummern haben“, sagt Eisenreich. „Das können Sie gar nicht kontrollieren.“
(sueddeutsche.de: Namensschilder für Berliner Polizei – Die Namen des Gesetzes)
Ich bin begeistert.
Looks like last.fm can predict future listening:
Of course this is really just a time calculation bug, the music listed itself properly represents my recent past listening. What amazes me, though, is the smoothness of this bug from a user interface perspective. It does not look like a bug at all. It does not say: »-1 minute ago,« or anything obviously faulty. It rather appears as if the Web site calmly and confidently states a fact that it knows is true and accurate. Only that it isn’t.
I reckon that behind the scenes some generic library function does a good job of translating time stamps into natural-language relative descriptions such as those that we see above. This seems like a good thing in general, but we should use this opportunity to remind ourselves that bugs may not always look like bugs.
»Ausgerüstet mit Verpflegung, Ziegeln und Mörtel machte sich der 64-Jährige an die Arbeit, den Zugang zu seinem Keller zuzumauern. Ungeschickt nur, dass er dies nicht von außen, sondern von innen tat.«
(LVZ-Online: Thüringen: Rentner mauert sich selbst in Keller ein)
In der diesem Text zugrundeliegenden Angelegenheit hat übrigens nach anderthalb Wochen das Einzelhandelsunternehmen auf meine Beschwerde reagiert. Per Einschreiben kamen 30 Euro, die beim Zählen am Abend zuviel gewesen seien.
RUMINT (Rumour Intelligence)
(link)
Ab heute im Kino:
»In seinem Debütfilm trifft Alexander Biedermann fünf Hacker verschiedener Generationen und hinterfragt ihr Sein, ihren Antrieb. Porträtiert werden Hacker der Gegenwart, die mittels Viren und Würmern die Grenzen der Computersysteme neu definieren und sich Anerkennung verschaffen wollen. Ihnen gegenüber stehen Hacker der alten Generation.«
Eigentlich wollte ich hier noch mit meinem neuen LED-Licht am Fahrrad angeben und es wärmstens weiterempfehlen. Nun kommt mir FAZ.NET aber mit einem Artikel über die aktuelle Beleuchtungstechnik zuvor und erspart mir die Arbeit. Ich begnüge mich also mit dem Hinweis, dass mir mit meinem neuen LED-Scheinwerfer das Fahren auf dunklen Landstraßen erstmals richtig Spaß macht. Erst recht, wenn nach hinten noch ein Toplight Line leuchtet.
Das wird den fiesen Terrorplan bestimmt vereiteln:
»Um 15.18 Uhr gingen die stählernen Rolltore an den Seiteneingängen des Hauptbahnhofs hinunter. Und dort sollen sie bis auf weiteres auch bleiben. Denn die akute Terrorgefahr, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwochmittag für das gesamte Bundesgebiet öffentlich gemacht hatte, hat auch für den Großraum München sichtbare Folgen.«
(sueddeutsche.de: Wenn am Bahnhof die Gitter runtergehen)
Jedenfalls wenn der fiese Terrorplan ganz wesentlich darauf beruht, den Münchener Hauptbahnhof durch die Seiteneingänge zu betreten oder zu verlassen. Bestünde der Plan hingegen darin, sagen wir mal, einen Selbstmordanschlag auf einen katholischen Gottesdienst zu verüben, dann wären die Rolltore an den Seiteneingängen des Bahnhofes bedeutungslos. Aber dieses Szenario ist natürlich weit hergeholt, kein islamistischer Terrorist käme auf die Idee, einen katholischen Gottesdienst in Bayern anzugreifen.
Wie beruhigend, dass unser Terrorkommando erst am Montag eintreffen soll, da haben wir noch ein wenig Zeit zum Nachdenken. Zum Beispiel darüber, wie ernst wir „Geheim“dienstinformationen nehmen sollen, die derart breitgetreten werden, dass sie in jeder Zeitung zu lesen sind.
Schon etwas mehr als zehn Jahre alt, aber dennoch aufschlussreich: Naturkatastrophen in Deutschland. Schadenerfahrungen und Schadenpotentiale. Eine Veröffentlichung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Abstract:
»Deutschland wurde und wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen betroffen, die hier hauptsächlich als Stürme und Sturmfluten, Überschwemmungen und Hagelschläge auftreten und wegen der enormen Wertekonzentrationen in großen Teilen des Landes Schäden in Milliardenhöhe auslösen können. Neben den atmosphärisch bedingten Naturereignissen treten die reinen Erdgefahren wie Erdbeben (und Gebirgsschlag), Erdrutsch und Vulkanausbruch in den Hintergrund; sie machen im Zeitraum 1970–1998 lediglich 7 % der beobachteten Ereignisse sowie 1 % der volkswirtschaftlichen und der versicherten Schäden aus.
Bei der Beurteilung der Schadenpotentiale aus großen Naturereignissen spielt die Gefahr Erdbeben jedoch eine wesentliche Rolle und übertrifft mit Werten zwischen 25 und 200 Mrd. DM sogar alle übrigen Schadenpotentiale, zumindest wenn man die sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit für ein derart extremes, aber eben doch nicht auszuschließendes Ereignis außer acht läßt. Für die viel wahrscheinlicheren Stürme sind etwa 10 Mrd. DM, für große Hagelstürme etwa 5 Mrd. DM, für eine extreme Sturmflut bis zu 60 Mrd. DM und für ein sehr großes Überschwemmungsereignis im Einzugsbereich des Rheins bis zu 20 Mrd. DM als Schadenpotentiale anzusetzen. Eine genauere Analyse dieser Katastrophenszenarien, insbesondere im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten, erscheint unerläßlich.
Der umfangreiche Ereigniskatalog der Veröffentlichung enthält zunächst eine Aufstellung aller bedeutenden Naturkatastrophen in Deutschland, soweit sie aus der Naturwissenschaft und der Geschichtsschreibung bekannt wurden. Daran schließt sich eine umfassende Liste aller wesentlichen – insgesamt 459 – Elementarschadenereignisse in Gesamtdeutschland im Zeitraum 1970–1998 an, die, soweit möglich, Schadenangaben enthält und die Grundlage für eine aussagekräftige Statistik bildet, in der die Anteile der verschiedenen in Deutschland vorkommenden Naturgefahren an der Gesamtzahl der Schadenereignisse sowie an den volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden dargestellt sind.«
Gefunden beim Wortjongleur, die tatsächliche Quelle will er erst noch verifizieren:
»Once is happenstance; twice is coincidence; three times is enemy action.«
Dieses Maß müsste man glatt mal gegen ein ausgewachsenes IDS oder so etwas antreten lassen.
So bessern Sie Ihr Gehalt auf, wenn Sie im Niedriglohnsektor tätig sind:
Und ich warte jetzt erst einmal ab, was das Einzelhandelsunternehmen dazu sagt. Vielleicht kennt man diese dreiste Masche dort ja schon länger.
-=#=-
Frühere Beiträge aus dieser Reihe:
Warum hängen die grünen Schilder, die den Weg zum Notausgang weisen, eigentlich an der Decke? Gleich neben den Rauchmeldern, die einen Brand so früh entdecken sollen, dass man unterm Rauch (so lehrte man uns) noch zum Notausgang kommt?
»Scharen von Mikrofonträgern, die im Wendland unterwegs sind und stündlich ihre Frontberichte vom Castor-Transport abliefern, präsentieren einen Atom-Experten im Ostfriesen-Nerz nach dem anderen – aber immer von derselben Feldpostnummer: der der Gegner. Die haben Strahlenmessgeräte und Powerpoint-Präsentationen zur Hand und raunen von hundertfach erhöhten Messwerten, die ihnen jeder wirkliche Experte um die Ohren hauen würde.
Nie kommt einer der Geologen und Physiker zu Wort, die seit dreißig Jahren für Bundes- und Landesregierungen Gutachten über Gorleben erstellen; nie ein Bundesbeamter, der die einzelnen Erkundungsschritte beantragt hat, nie ein Landesbeamter, der die Anträge und Gutachten geprüft und Genehmigungen ausgestellt hat.«
(FAZ.NET: „Atom-Experten“: Protest und Prozeduren)
(link)