
Archiv der Kategorie: Off Topic
In einem Wort
Feiertagsvideo
(direkt)
Cumberland Lodge
I wouldn’t go so far as to say the location is the best aspect of TAIC-PART, but it clearly contributes to the overall experience. Located in the Windsor Great Park and built on ground once appropriated from the crown by Oliver Cromwell, Cumberland Lodge is full of references to British history. Today as a conference venue it provides you with a quiet place free from distractions as well as a number of topics for smalltalk unrelated to the subject of the conference.

Weg mit den Dreckstools! (Teil 4: Paketmanager)
Die Open-Source-Szene hat uns Softwarepaketmanager und -sammlungenn beschert: Ports, pkgsrc, APT, dpkg, RPM, Fink, MacPorts und so weiter. Wozu braucht man so etwas? Aus Nutzersicht ist das Problem einfach:
»Here’s the scenario: In order to accomplish some given task, Jane User wants to use a program, which is not yet installed. The sole point of a package system is to get Jane to her goal (running and using said program) as fast and efficient as possible.«
(Michael Weber, MacPorts are Fatally Flawed)
Das Problem bleibt einfach, wenn man es in der Praxis betrachtet. Eine Softwareinstallation unter Mac OS sieht ideal so aus:
- Image runterladen
- Image öffnen (das ist ein Doppelklick)
- Exakt ein Icon finden, das die neue Anwendung repräsentiert
- Icon in den Ordner Applications (oder auf den Desktop oder sonstwohin) schieben
- Image schließen und in den Papierkorb werfen.
Deinstallieren ist auch nicht schwerer, man wirft seine Anwendung einfach in den Papierkorb. In komplizierteren Fällen kommt noch ein Installer hinzu, der dem Benutzer jedoch selten mehr abnötigt als die Zustimmung zur Lizenz und ein paar zusätzliche Mausklicks. Softwareinstallation kann für den Benutzer äußerst einfach und entspannt sein.
Nicht so mit den szenetypischen Paketmanagern. Die lösen nicht das oben genannte Problem, sondern ein anderes, künstliches. Eine wichtige Rolle dabei spielen Abhängigkeiten zwischen Paketen. Wobei Pakete nicht das sind, was man sich landläufig unter einem Softwarepaket vorstellt, sondern ganz kleine Häppchen, von denen man sehr viele braucht, um ein nützliches Stück Software zusammenzubauen. Jedes Softwarepaket wird also in solche Häppchen aufgeteilt. Dabei sucht man nach Häppchen, die in mehreren Softwarepaketen gleichzeitig vorkommen und versucht, sie nur einmal zu installieren. Diese Optimierung ist zwar im Zeitalter der 160-GB-iPods völlig sinnlos, aber sie macht aus der einfachen Softwareinstallation von oben ein kompliziertes, anspruchsvolles Problem. So anspruchsvoll, dass keine der existierenden Paketsammlungen es auch nur annähernd befriedigend löst.
Ich will das nicht haben. Ich will Icons in den Ordner Applications schieben.
Ein paar Tage Pause
Pharmawerbung
Zeit sparen durch Visualisierung
Warum zwei Stunden vor dem Fernseher verplempern, wenn man die wesentlichen Informationen auch übersichtlich zusammengefasst erhält? So sieht ein Fußballspiel auf elpais.com aus:

In einem Wort
Oliver, Du bist dran!
Oliver [für die Leser: das ist mein stiller Co-Blogger], jetzt musst Du mal was schreiben. Ich bin nämlich verhindert, und das für länger.
Das Buch zum Foto gibt es übrigens hier und für die erste Urlaubswoche ist es genau die richtige Lektüre. In der letzten würde ich es lieber nicht lesen, das untergräbt die Arbeitsmoral nach der Rückkehr.
Weg mit den Dreckstools! (Teil 3)
Und noch eine Wortmeldung zum Thema, diesmal von Jeff Atwood, der die Sache differenziert betrachtet und sich dabei auf Bruce Tognazzini stützt. Eigentlich taugt Usability nämlich nicht für Glaubenskriege, nur die Experimente sind manchmal zu aufwändig, um sich ad hoc ein Bild zu machen. Deswegen gibt es Gurus und denen glaubt man. Weil sie Ahnung haben.
Weg mit den Dreckstools! (Teil 2)
Marcus Hammerschmitt ist nicht Don Norman, deshalb wird er nicht interviewt, sondern er schreibt selbst. Und was herauskommt, ist gut: Lob der Härte heißt sein Telepolis-Artikel und er liest sich so:
»Die Jungexperten hingegen schnitzen sich ihren Distinktionsgewinn aus der Obskurität. Je abseitiger die gewählten Betriebssystemoptionen sind, desto besser. Linux-Distributionen, die außer ihnen nur der Distributor kennt, oder BSD-Basteleien strikt experimenteller Natur rangieren hoch auf der Beliebtheitsskala. Betriebssystemgefrickel ist ihr A und O. Wenn sie nicht sechzehn sind, dann verhalten sie sich doch auffällig oft so.«
Was er schreibt, ist alles, alles richtig, und wer sich davon provoziert fühlt, der ist wohl auch gemeint.
Spaß mit dem Gebührenbeauftragten
Irgendwie warst du ja süß. Wie du hier kreuz und quer durch die halbfertige Reihenhaussiedlung liefst und ab und zu wildfremde Leute ansprachst. Hilfe wolltest du von ihnen, weil dir der Mann da hinterherlief, Zeugenaussagen und Unterstützung beim Notruf, während jener Mann den verdatterten Spielplatzomis freundlich zuwinkte. Ich hatte Spaß daran, ehrlich. Dass du nicht einfach die 110 gewählt hast auf deinem hoffentlich angemeldeten Händi, das war sehr vernünftig. (Hatten dir die Nachbarn tatsächlich die Faxnummer des Polizeireviers gegeben oder hast du dir das nur ausgedacht, um nicht anrufen zu müssen?) Ich hätte den Beamten ganz wahrheitsgemäß erzählt, dass ich dich bereits eine Weile beobachtet habe, wie du herumgelaufen seiest und Leute angesprochen hättest. Ich bin mir sicher, sie hätten dich für einen Irren gehalten und mich für einen harmlosen Spaziergänger. Doch, das war vergnüglich. Für mich jedenfalls. Aber eines muss ich hier doch noch einmal klarstellen: für gewöhnlich ist es so, dass Damen und zuweilen auch Herren mir hinterherlaufen. Und ausgerechnet für einen Vollhorst wie dich, der mich an der Tür überfiel mit der verwegenen Aussage, er solle hier »ein Fernsehgerät zumelden,« habe ich eine Ausnahme gemacht. Bin ich Unterschicht? Natürlich habe ich keinen Fernseher, Fernseher sind 20. Jahrhundert. Meine Unterhaltung ist interaktiv.
Erich experimentiert: der freie Fall
Wenn’s der Wahrheitsfindung dient, lege ich mich auch mit der gesamten Physik seit der Erfindung des Steinwurfs an. Nachfolgend dokumentiert ist der experimentelle Nachweis, dass leichte Gegenstände langsamer fallen als schwere. Als bekennender Ungläubiger bin ich selbstverständlich für alle erforderlichen Experimente gerüstet. Falls sich jemand wundert, was das soll: Hintergrund ist eine Debatte, die mit einer Diskussion über Fahrradhelme begann, sich inzwischen aber recht grundsätzlich mit der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie und dem argumentativen Wert wissenschaftlicher Veröffentlichungen beschäftigt.
Als leichten beziehungsweise schweren Gegenstand wähle ich ein Blatt Papier sowie einen handelsüblichen Jonglierball. [Just am Rande des Darmstädter Jongliertreffs begab es sich übrigens vor einiger Zeit, dass Zweifel über die hier behandelte Frage aufkamen. Die anwesenden Physiker waren jedoch in der Lage, diese Zweifel unter Verwendung eines benachbarten Hörsaals und einiger Formeln zu zerstreuen. Dazu muss man allerdings ein paar Grundlagen der Mathematik sowie die Sinnhaftigkeit der gewählten Abbildung des Problems auf die Konzepte der Mathematik glaubenakzeptieren.] Das Experiment erfordert ferner eine Waage sowie zur Dokumentation eine Digiknipse. Die Waage ist ein Familienerbstück, das mir sonst als Staubfänger dient, die Digiknipse ein Spontankauf aus dem Sommer 2005. Erich experimentiert: der freie Fall weiterlesen
Werd nicht frech, Freundchen!
Aus unserem Protokoll der Suchbegriffe: erich ist dumm. Das möchten wir bitte nicht noch einmal lesen.
Weg mit den Dreckstools!
Don Norman im Interview auf Spiegel Online. Lest!
Was ist Uptime?
Erklärung eines Seminarteilnehmers: „Die Maschine ist müde.“
This is what normal people think
»Having been involved for years with free speech activism, I run into a lot of people in the same circles who are strong Linux advocates, apparently because the concept of „freedom of speech“ is closely aligned with „making every file search as simple and stress-free as a Hamas hostage negotiation“.«
Scientology legt nach
Nach dem viralen Video, das Presse und Blogger gleichermaßen gern verbreiten halfen, schließt sich jetzt ohne Medienbruch eine Runde Astroturfing an. Heise Security meldet:
»Eine anonyme Gruppe hat Scientology im Internet den Krieg erklärt. Über ein YouTube-Video verkündet die sich selbst „Anonymous“ nennende Gruppe, gegenüber der Scientology-Kirche die Redefreiheit verteidigen zu wollen.«
Da werden die Scientologen aber zittern. Oder noch ein wenig an ihrer sattsam bekannten Selbstdarstellung als verfolgte Unschuld feilen. Und alles nur, weil wir uns eine ausnutzbare Angstneurose gönnen. Wer seine kurieren will: ich verleihe gern meinen Hubbard. Weiter als bis Seite 50 ist noch keiner gekommen, ohne ihn kopfschüttelnd zur Seite zu legen.
Virales Marketing
Alle schrieben sie darüber und erklärten uns den letzten Schrei: virales Marketing, Werbebotschaften, die, einmal gestreut, sich von Wirt zu Wirt weiterreichen lassen. Die Journalisten, die Blogger, sie waren so stolz darauf, alles durchschaut und verstanden zu haben. Sie waren sich sicher, jede virale Kampagne zu erkennen. Manipulierbar waren die anderen. Augenzwinkernd und selbstironisch reichten sie lustige Videos und Websites herum, stets betonend, dass es sich um virale Aktionen handelte, denn sie waren Subjekte, keine Objekte. Mit großem Tamtam enttarnten sie die Fakeblogs einer Werbeagentur, deren Plumpheit ihren hohen Verstand beleidigte. Sie waren die Avantgarde der Werbekonsumenten, gebildet, bewusst, mächtig und unbesiegbar. Doch als Scientology ein Werbevideo mit Tom Cruise in der Hauptrolle drehte, da reichten sie es alle, alle herum. Sie schrieben darüber, sie kommentierten, sie ereiferten sich, sie analysierten, die Blogger genauso wie die Journalisten. Und keiner von ihnen hatte bemerkt, dass sie gerade Teil einer viralen Werbekampagne waren.
*kicher*
Bei den Edelfedern von der staatstragenden Presse geht es gerade zu wie in der Blogosphäre.
How to Become an Early Riser
Geek pride aside: How to Become an Early Riser. Personally, I prefer the Edit Timestamp feature of WordPress.
Textverarbeitungen: benutzergerecht und effizient
Es gibt zwei Arten, anders zu sein als die anderen. Die eine besteht einfach darin, sich ein alternatives Leitprinzip, eine nicht mehrheitsfähige Führerfigur oder ungewöhnliche Prioritäten zu suchen, im Rahmen dieses selbstgewählten Alternativsystems jedoch genauso engstirnig zu handeln wie es der Mainstream in seiner grandiosen Durchschnittlichkeit tut. Die andere, beschwerlichere, aber viel interessantere ist, selbst zu denke, immer und immer wieder. Beschwerlich deshalb, weil es auf diesem Weg kaum Rast und selten Gewissheit gibt.
Der Unterschied ist nicht immer leicht zu erkennen, aber ein zuverlässiges Zeichen gibt es doch: den Versuch des Beweises durch Autorität, das Nachplappern, das Umsichwerfen mit Verweisen, kurz, die Hinwendung zur Religion, zur Heiligen Schrift als Schrift des Heils. Wo der eine Zuflucht sucht, damit das Anderssein nicht zu anstrengend wird, wendet sich der andere angewidert ab – oder zerlegt als Fingerübung die Schrift in ihre unsinnigen Einzelteile, dass dem Mainstream-Alternativen das Zitieren vergeht. Dies also will ich hier versuchen.
Textverarbeitungen: benutzergerecht und effizient weiterlesen

